Das Team Momo II feiert die WM Trophäe. Foto©SailingShots von Maria Muiña
Bei der 6mR-Weltmeisterschaft vor Oyster Bay am Long Island Sound, nördlich von New York City, holte Momo II den WM-Titel in der Open Division und das so souverän, dass sie im letzten Rennen gar nicht mehr antreten mussten. Steuermann und Eigner Dieter Schön führte die neu gebaute Yacht gemeinsam mit Markus Wieser (Taktik/Vorschiff), Eberhard Magg (Pit), Álvaro Marinho (Großsegeltrimm) und NRV-Segler Matti Paschen (Am- und Vorwindtrimm) zum Erfolg. Auf dem Coachboot begleitete der gerade gekürte Starboot Weltmeister Fritjof Kleen die Kampagne.
Die Serie liest sich beeindruckend: zweimal Zweiter, ein Sieg, eine dritte Platzierung und noch einmal zwei erste Plätze (2, 2, 1, 3, 1, 1) Zehn Punkte nach sechs gewerteten Läufen, der Rest Streicher. Am vorletzten Tag, mit gleich drei Rennen in wechselhaften Bedingungen, war der Titel im Prinzip entschieden. „Long, shifty, patchy… boat is brand new so we’re learning a lot each day“, sagte Trimmer Álvaro Marinho da, und doch schien das Team jeden Dreher besser zu lesen, jede Welle schneller zu nutzen als die Konkurrenz.
Das Besondere: Momo II ist ein Neubau, der erst Anfang Juli in Kiel bei Knierim vom Stapel gelaufen war. Danach segelten sie einige wenige Testtage auf der Förde, bevor das Boot in die USA verschifft wurde und auch dort blieben gerade mal acht Vorbereitungstage in Oyster Bay. „Momo II… wurde erst kurz vor der Regatta zu Wasser gelassen, was ihre Leistung umso beeindruckender macht“, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.
Während andere Teams mit Protesten und Technik kämpften – selbst America’s-Cup-Legende Dennis Conner blieb mit seinem Neubau auf Platz 13 hängen – segelte Momo II scheinbar unbeeindruckt durch Nebel, Flauten und Frontdurchgänge. Am Ende stand der Titel mit einem Rennen „Reserve“ fest.
Im Classic-Feld sicherte sich Bribon von Juan Carlos I. den Sieg, ebenfalls mit deutlichem Vorsprung.
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