Wie eine Kette von Versäumnissen zum tödlichen Unfall führt – und was Segler daraus lernen können. Im Oktober sprach Georg Röder bei der NRV Senior Sailors Lounge über Unfallprävention auf Yachten. Der ehemalige Boeing-747-Kapitän kennt beide Welten: Luftfahrt und Segelsport. Seine Botschaft: Methoden aus der Flugzeugunfalluntersuchung können Leben retten – auch auf dem Wasser.
Ein Bericht von Ulla Scheder-Bieschin
Georg Roeder ist leidenschaftlicher Segler mit Trainingshintergrund in Luftfahrt und Yachtsicherheitstraining. Er arbeitete als Flugkapitän zuletzt auf der Boeing 747. Er berichtete- aus diesem Blickwinkel -über die Analyse eines Unfalls und zeigte uns Ideen auf, wie wir Unfälle verhindern können.
Methoden aus der Luftfahrt und der Unfalluntersuchung des BSU können uns helfen beim Segeln sicherer unterwegs zu sein. Einen Seeunfall stellte Georg Röder beispielhaft vor- insbesondere, wie eine Kette von Versäumnissen und mangelnder Sorgfalt zu dem tödlichen Unfall führte.
Bei der Vorbereitung eines Segeltörns- auch auf einem gecharterten Schiff- rächen sich zum Beispiel solche Versäumnisse beim Sicherheitscheck, der Sicherheitseinweisung der Crew, der Rollenzuweisung -je nach Kompetenz der Crewmitglieder. Auch ein „Probeschlag“ vor Beginn der Reise macht besser vertraut mit dem Schiff, der Schiffsführung und der Crew.





