Palma, 9. August 2022 – Die Crew der Swan 42 hat bei der prestigeträchtigen Copa del Rey, die vom 30. Juli bis 6. August vor Palma de Mallorca stattfand, in einem starken Feld erneut ihre Klasse gezeigt, und das bei schwierigen Voraussetzungen. Ein Bericht von Leif Tom Loose:
»Der Sieg war gefühlt zum Greifen nah: „Nach gesegelter Zeit erzielten wir sechs erste Plätze, die jedoch nach berechneter Zeit leider nur zu dritten oder vierten Plätzen führten. Trotzdem gelang es uns am Freitag (5.8.) und Samstag (6.8.) noch den zweiten Platz auf dem Podium zu erzielen, teilweise mit nur 1 Sekunde Vorsprung nach berechneter Zeit. Unter diesen Bedingungen eine sehr gute Leistung unseres Teams“, so Steuermann Christian Plump in seinem Resümee.
Dabei herrschten überwiegend schwierige Windbedingungen, sodass die Platzierungen in den verschiedenen Klassen sich jeden Tag stark verschoben. Waren schnelle Boote an einem Tag ganz oben auf der Ergebnisliste, so waren diese am nächsten Tag im Mittelfeld. Es blieb spannend bis zum letzten Tag.
Das Ergebnis ist ohne Zweifel ein großer Erfolg für das Team der „ELENA NOVA“. Am Ende der Serie lag trotzdem ein bisschen Enttäuschung in der Luft. Denn nach anfänglichen Startschwierigkeiten steigerte sich die Crew im Laufe der sechs Regattatage von Rennen zu Rennen. „Hätten wir durchgehend so gesegelt wie zum Ende der Serie hin, dann wären wir ganz vorne gewesen“, berichtet Christian Plump.
Doch um gewinnen zu können hätte auch eine ORC-Optimierung stattfinden müssen, wofür leider nicht genügend Zeit war. Beim vorherigen Event, der Weltmeisterschaft der Swan 42 Einheitsklasse in Valencia, erwischte die Crew ein deftiger Dämpfer in Form einer unverschuldeten Havarie, Die Reparatur konnte bis zur Copa del Rey nur teilweise durchgeführt werden, sodass die „ELENA NOVA“ ohne eine ORC-Optimierung an den Start gehen musste. Deshalb blieb es nicht aus, dass das Team anderen baugleichen, jedoch ORC-optimierten Booten, bis zu 20 Sekunden pro Rennen vergüten musste.
Nachdem Christian Plump in der Vergangenheit bereits die ORC-Worlds in 2010, die IMS-Weltmeisterschaft in 2007 und in 2016 die Weltmeisterschaft der Swan 45 gewann, ist diese Copa-Medaille eine von vielen auf dem Podium. Und jedes Mal war es äußerst knapp. Nur 2017 gelang Christian Plump bisher der Sieg, damals mit der Swan 45.
Für das Team um Christian Plump geht es nun erst im kommenden Jahr wieder weiter, und zwar mit einem wieder voll intakten Boot. Und diesbezüglich ist sich der Bremer sicher: „Im kommenden Jahr wollen wir mit etwas mehr Vorbereitung und dem nötigen Quäntchen Glück wieder ganz vorne mit dabei sein“.«
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