Regatten

Nervenkrimi Drachen IDM

Deutscher Meister werden die seit 15 Jahren als Crew zusammen segelnden Philipp Ocker, Florian Grosser und Oliver Davies vom Münchner Yacht Club. Bronze geht an die Deutschen Meister von 2022 Ingo Ehrlicher (BYC), Malte Philipp und Thomas Auracher (BYC).

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Deutscher Meister werden die seit 15 Jahren als Crew zusammen segelnden Philipp Ocker, Florian Grosser und Oliver Davies vom Münchner Yacht Club. Bronze geht an die Deutschen Meister von 2022 Ingo Ehrlicher (BYC), Malte Philipp und Thomas Auracher (BYC).

Zu ihrem Finale hatte die Drachen IDM 2023  einen nervenaufreibenden Tag geboten, wie man ihn selten kennt: Wind mit 100 Grad Drehern in allen Stärkenvariationen, fünf Starts, drei abgebrochenen Wettfahrten, nach schon mindestens 60-75 Prozent der gesegelter Bahn, ein untergegangener Drachen nach Frontdurchgang mit über 30 Knoten, 6 Stunden Wasserzeit und am Ende ohne neue Ergebnisse dafür mit neuem deutschen Meister und den sich nun Doppelvizemeister nennende Jan Woortman, Markus Koy und Caspar Dohse. Nicola Friesen  schrammt knapp am Podium vorbei und wird vierte vor dem amtierenden Weltmeister Klaus Waschkuhn.  Maximilian Dohse wird mit mit Thommy Dehler, Klaas Simon und Matti Plessmann Siebter vor seinen Eltern Philipp und Nicola Dohse mit Bruder Vincent Dohse und Volker Kramer auf Platz 8.  Arnt und Sönke Bruhns werden mit Jan Duken 10.

Mindestens die vorderen fünf brauchten für den  Finaltag Nerven wie Stahlseile: mit jedem Rennen waren die Plätze anders verteilt, zweimal war Woortman gefühlt schon Deutscher Meister, zweimal wäre Nicola Friesen noch aufs Podium gesegelt zweimal wäre Ingo Ehrlicher beinahe vierter geworden, einmal hätte der amtierende Weltmeister einen souveränen Tagessieg gesegelt, aber immer wieder: Abbruch der Wettfahrt. Und das, nachdem in der ersten abgebrochenen Wettfahrt des Tages ein Drachen während eines Frontdurchgangs innerhalb von gefühlt 10 Sekunden untergegangen war. Noch bei der Siegerehrung waren alle Segler sichtlich ko.

Aber auch die Tage zuvor hatten einiges an Spannung zu bieten gehabt zumal der Wind von Anbeginn vor allem eins war: tricky, drehend und in der Stärke markant variabel. Das Wetter dazu: nass und regnerisch, durchsetzt von Schauern, ab und an ein Stückchen Sonne, ansonsten recht grau, dafür alle Wettfahrten stets heiß umkämpft und mit vielen Führungswechseln. Noch am Anfang des dritten Tages lagen die Chancen aufs Podium noch mindestens bei den Top Ten. Über die gesamte Serie relativ viele Uniform-Starts brachten entsprechend viele Streicher mit sich und wirbelten die Ergebnisse durcheinander.

Die regelmäßigen Winddreher von über 30 Grad machten es der Wettfahrtleitung wie auch den Seglern nicht leicht; manch eine Entscheidung zeigte sich bald als fatale Fehlentscheidung und machte aus vorne liegenden plötzlich hinteres Mittelfeld, aus dem es sich wieder galt nach vorne zu arbeiten.

Auf dem Priewall im Passathafen gelegen genossen die Drachensegler die IDM, erstmals seit vielen Jahren wieder während der Travemünder Woche. Bei Freibier ließ man zurück vom Wasser den Tag Revue passieren und bejubelte die Tagessieger, die neben Applaus  zahlreichen Sachpreise bekamen.

Jan Woortmann und Caspar Dohse, die die IDM in Travemünde organisiert hatten, bekamen viel Lob und Anerkennung und DSV Präsidentin Mona Küppers betonte in ihrer Ansprache bei der Eröffnung der IDM, wie schön sie es findet, die Drachen wieder in Travemünde zu sehen.

Alle Ergebnisse auf manage to sail (bitte klicken)

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NRV Redaktion

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