Uwe Lätzsch und Marc Romberg (Potsdamer Yacht-Club) sind neue deutsche Meister der 15er-Jollenkreuzer. Das P-Boot-Duo auf der GER 1964 legte bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft eine souveräne Serie hin und entschied die Regatta mit nur elf Zählern nach sieben Wettfahrten für sich.
Das Steinhuder Meer präsentierte sich vier Tage lang als anspruchsvolles Segelrevier mit viel Wind, Regen und vereinzelt Sonnenschein. Die Leistungsdichte im 28er-Feld war hoch, die führenden Plätze hart umkämpft. Für das Team Lätzsch/Romberg ist es bereits der dritte gemeinsame Titel im 15er Jollenkreuzer aka „P-Boot“. Seit 2018 sitzen sie zusammen im Boot, bereits 2021 und 2023 setzten sie sich gegen die starke nationale Konkurrenz durch.
Von dem Team selbst heißt es:
„Im Gegensatz zu den letzten Jahren gelang uns endlich ein Auftakt nach Maß. Mit zwei 1. Plätzen am ersten Tag – bei wenig Wind! – und den Plätzen 4 und 1 an Tag 2, bei Mittelwind, hatten wir uns bereits eine komfortable Situation erarbeitet. Nicht zuletzt, weil die unmittelbare Konkurrenz durch Kenterung bzw. „Baustellen im Boot“ ihre Streicher bereits gezogen hatte. Den dritten Tag starteten wir erneut mit einem Tages-Ersten und beendeten diesen Tag mit Platz 3- bei „unserem Wind – Männerwind“. Damit war bereits klar, dass wir im 7. Lauf „nur noch“ unter den ersten 10 ins Ziel kommen mussten, um erneut die Meisterschaft zu gewinnen.
Der letzte Tag begann erstmal mit Startverschiebung, bei Böen bis zu 30kn. Nach 3 Stunden an Land hieß es dann: Ankündigung zur 7. und einzigen Wettfahrt um 15:30 Uhr. Da nur noch ein Lauf gesegelt werden sollte, war bereits beim Auslaufen klar, dass wir den Sieg sicher haben. Der Wind war zwischenzeitlich auf unter 10kn zusammengebrochen, sollte aber später nochmal kräftig zurückschlagen. Für uns hieß es nun nochmal ordentlich zu segeln, aber sich nach Möglichkeit aus dem Kampf um Platz 2 herauszuhalten. Nicht mehr mit anzutreten ist und war für uns keine Option, wir segeln immer mit viel Spaß – auch den letzten Lauf.
4 Boote kämpften noch um den Vizemeister (nur 3 Pkt. Unterschied). Wir segelten wieder vorne unter den ersten 3 mit, bis der Wind zurückschlug und uns kurz vor der Ziellinie eine Böe auf dem falschen Fuß erwischte. Gekentert sind wir zum Glück nicht, das Rennen beendet haben wir auf Platz 6 und aus dem Kampf um Platz 2 haben wir uns erfolgreich heraushalten können.
Für uns heißt das aktuell jeweils abwechselnd: 3 Titel in 5 Jahren und 2 Mal Vize, nach gerade mal 7 Saisons gemeinsam auf dem Boot.
Nächstes Jahr geht’s zur Titelverteidigung nach Bad Zwischenahn, aber in drei Wochen erst einmal zum Gold Cup der Drachen nach Douarnenez.
Fotos: ©Steffen Kittelmann, Thorsten Gaubisch(2x)







