Regatten

Ein Sonntag für die Segelchronik!

Was für ein Wochenende, was für ein Sieg! Auf dem Genfer See schreibt das deutsche SailGP Team Geschichte: Zum ersten Mal seit dem Einstieg in die globale Profi-Serie gelingt der Mannschaft um Steuermann Erik Kosegarten-Heil ein Sieg.

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Was für ein Wochenende, was für ein Sieg! Auf dem Genfer See schreibt das deutsche SailGP Team Geschichte: Zum ersten Mal seit dem Einstieg in die globale Profi-Serie gelingt der Mannschaft um Steuermann Erik Kosegarten-Heil ein Sieg. Im hochspannenden Finale des Rolex Switzerland Sail Grand Prix setzte sich Deutschland gegen die favorisierten Australier um Tom Slingsby und die Schweizer Lokalmatadoren um Sébastien Schneiter durch.

Der Auftakt am Samstag war alles andere als leicht. Eine schwache Grundbrise mit Löchern und Drehern machte die Rennen zur Windlotterie. Das deutsche Team brauchte Anlauf, steigerte sich von Platz 9 über Platz 7 bis auf Platz 5 und beendete den Tag auf Rang 8 – nur sechs Punkte hinter den drittplatzierten Schweizern.

Am Sonntag drehte sich das Blatt. Im vierten Rennen gelang dem weiß-blauen F50 die längste Foilzeit des Tages und ein souveräner Laufsieg. Der Vorsprung war so groß, dass die Hälfte der Flotte nicht mehr im Zeitlimit ins Ziel kam. Mit einem dritten Platz im fünften Rennen schaffte Deutschland erstmals den Sprung ins Eventfinale.

Showdown im Finale

Im Dreier-Finale sicherte sich Deutschland die ideale Startposition in Lee. Während Australien und die Schweiz in Luv gegeneinander kämpften, beschleunigte Heil punktgenau über die Linie. Schon an der ersten Marke lag das deutsche Boot in Führung. Doch dann legte sich eine Flaute über den See, der F50 fiel von den Foils, Australien und die Schweiz kamen gefährlich nah.

Mit kühlem Kopf wählte Heil am letzten Gate die rechte Seite – ein riskanter, aber goldrichtiger Schlag. Der Wind kehrte zurück, das deutsche Boot hob wieder ab, und nach einer sauberen Halse war der Sieg nicht mehr zu nehmen.

„Amazing, shocking, cool!“, brachte Heil die Emotionen im Ziel auf den Punkt.

Ein historischer Moment

Windbedingt segelten im Finale nur drei Crewmitglieder an Bord (Heil, Wing-Trimmer Stuart Bithell und Flight Controller James Wierzbowski), während der Rest des Teams vom Begleitboot aus mitfieberte. Auf dem Podium standen sie dann alle zusammen, ließen Sektkorken knallen und feierten den ersten deutschen SailGP-Sieg.

Besonders die Kulisse in Genf beeindruckte Heil: Tausende Fans hatten sich an der Uferpromenade versammelt, um das Rennen zu verfolgen. „Ja, es war episch“, sagte er. „Schon gestern war es gut, aber die Unterstützung der Menschen rund um den Veranstaltungsort war ziemlich überraschend – sie waren direkt an der Rennstrecke.“

Mit dem Triumph von Genf ist Deutschland nun die siebte Nation, die in dieser Saison ein SailGP-Event gewinnt. In der Gesamtwertung klettert das Team auf Rang neun.

Klaus Lahme gratulierte gleich noich am Sonntag im Namen des Vereins:

„An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich unserem ehemaligen NRV Olympic Team Mitglied Erik Heil gratulieren. Unser zweifacher 49er Olympia-Medaillengewinner hat soeben auf dem Genfer See sensationell mit seinem Team den Rolex Switzerland Sail Grand Prix gewonnen.“

Erik Heil beschreibt den historischen ersten SailGP-Sieg Deutschlands in Genf als „episch“:

„Es fühlt sich unglaublich an – ein bisschen schockierend auch, aber überraschend gut“, sagte Heil nach dem Rennen. Trotz schwieriger Windverhältnisse und harter Konkurrenz behielt das Team die Nerven. „Ich denke, wir hatten nach dem Start eine gute Ausgangsposition, aber ich fühlte mich ein wenig unter Druck, weil die TEams hinter uns foilten“, so Heil weiter.

Der Sieg markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des deutschen Teams, das sich seit dem Einstieg in die Liga kontinuierlich verbessert hat. In der Gesamtwertung der Saison klettert das Team auf den neunten Platz.

„Es ist ein sehr guter Zeitpunkt für das Team, um einen Erfolg zu erzielen. Wir haben wirklich hart gearbeitet und es ist wirklich cool“. Und mit Blick auf die Zukunft fügte er hinzu: „Das ist Teil der Reise. Wir werden immer besser werden. Manchmal klappt es für uns, manchmal klappt es für jemand anderen. Das treibt uns immer weiter voran.“

Autorin oder Autor

NRV Redaktion

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