58 Drachen auf Titeljagd: Bei anfangs gruseligen Wetterbedingungen mit Regen und gefühlten 7 Grad bis später Sonne satt regattierten vor Prien am Chiemsee stolze 58 Drachen aus Deutschland, Österreich, Estland und Ungarn um die Deutsche Meisterschaft 2024. Das Feld war groß wie lange nicht mehr. Und es war, gemessen an der Zahl der Segler das größte aller deutschen Meisterschaften 2024. Typisch Drachen war die Meldeliste gespickt mit renommierten Namen der nationalen und internationalen Segelszene – entsprechend eng und spannend ging es zu auf dem Parcours, jeder Fehler führte zu Platzverlusten und entsprechend vielen Punkten auf dem Konto. Ein Ausrutscher brachte schnell mal über 30 Punkte und dann war man immer noch im Mittelfeld…
Aus dem NRV waren am Start: Nicola Friesen mit Michi Lipp und Martin Westerdahl, Jan Woortman (Regattamanger in der Drachenklasse) mit Caspar Dohse und Markus Koy, Benjamin Hub mit Kilian Weise und Julius Hornung, Torsten Imbeck mit Cornelia Imbeck und Andreas Sasse, Uwe Lätzsch mit Marc Romberg und Frank Eisenhardt sowie Ralf Döbler mit Martin Wehrle und Christina Walter.
Schon nach dem ersten Tag mit drei gesegelten Wettfahrten kristallisierte sich ein „Dauerwettkampf“ um die Top 6 heraus, zu eng das Feld mit Steuerleuten wie Vinci Hoesch, Nicola Friesen, Christoph Skolaut, Stephan Link oder Jan Woortman und Teamernamen wie Olympic Silbermedaillengewinner und Drachen Profi Georg Leonschuk oder Lars Hendriksen oder Michi Lipp, oder Olympia Trainer Malte Philipp oder Markus Koy oder ex Sophie Racing Segler Martin Westerdahl oder oder oder.

Während sich das österreichische Team von Tag zu Tag weiter absetzte mit einer Traumserie, die man „ganz selten im Leben einfach mal hat“ wie Steuermann Christoph Skolaut später resümierte, blieben die Kämpfe um Plätze 2 bis 6 bis zum Schluss spannend. Nach jeder Wettfahrt änderte sich die Reihung und so freuten sich zum Beispiel Torsten und Cornelia Imbeck in der letzten Wettfahrt des vorletzten Tages über einen herausragenden zweiten Platz. Nicola Friesen hatte sich mit einem Bullet am ersten Tag schon deutlich nach vorne gesegelt, mäanderte dann ja nach Rennen zwischen Platz 2 und 4. Jan Woortman hatte einige Ausrutscher auf dem Konto und lag zu Beginn des letzten Wettfahrttages mit Platz 6 am weitesten von den Podiumsplätzen abgeschlagen.
Genau er aber legte bei Sonne und traumhafter Bergkulisse zwei beeindruckende Tagessiege hin. Nun kam es also auf die anderen an. Nicola Friesen, Deutsche Meisterin von 2016, blieb mit 2 und 3 dominant gut vorn dabei, so dass dem Team GER 1207 der Vizetitel nicht mehr zu entreißen war. Weil es Vinci Hoesch und Stefan Link nicht mehr schafften, unter die Top 4 zu fahren gelang Woortman mit den zwei Bullets der Coup von 6 auf 3 und steht damit zum dritten Mal nacheinander (2-2-3) auf dem Podium.





