Line Honours für die Calypso. Kurz vorm Ziel am Kieler Leuchtturm. ©Sascha Klahn/KiWo
Kontrastprogramm im Verlauf der Aalregatta: Nachdem die Seeseglerinnen und Seesegler am ersten Tag des traditionellen Kieler Woche-Auftakts mit harten Bedingungen zu kämpfen hatten, wurde es zur Rückregatta von Eckernförde nach Kiel am Sonntag (23. Juni) ein angenehm leichter Segeltag. Wind mit drei bis vier Beauforts schob die Flotte der seegehenden Yachten aus der Eckernförder Bucht hinaus auf den 20 Seemeilen langen Kurs. Nach zwei Stunden und 49 Minuten war, wie schon am Vortag, die „Calypso“ von Gerhard Clausen als erste Yacht im Ziel am Kieler Leuchtturm. Kurz dahinter folgte die „X-Day“ von Skipper Lars Hückstädt (Plön), die sich damit berechnet den Sieg in der Wertungsgruppe ORC 1 holte. Ein Bericht von Maximal Gebhard:
Eigner und Steuermann Dr. Gerhard Clausen gewinnt mit kleiner Crew aus Victor Clausen (NRV), Dr. Maximilian Gebhard (NRV), Lasse Seeger (KYC) und Finn Herrmann auf der Kieler Woche den Krupp-Pokal für die schnellste gesegelte Zeit beider Wettfahrten der Aalregatta Kiel-Eckerförde und zurück.
Bei der ersten Wettfahrt am Samstag bei westlichen Winden um 20 später in Böen um 25 Knoten war der Raumschot-Start um etwa 30 Sekunden missglückt. Der Code-Zero erwies sich als richtige Wahl für den recht spitzen Kurs, insbesondere für die Notwendigkeit hinter der Friedrichsorter Enge noch etwas anluven zu müssen. Und für die Kreuz von Stollergrund-N nach Eckernförde hatte sich eine Kombination aus Staysail und ungerefftem, später auch gerefftem dann wieder ausgerefftem Großsegel bewährt. Entsprechende Tests / Trainings im April hatten hier ergeben, dass das für dieses Schiff am schnellsten sei.
Die Ziellinie vor Eckernförde nach 27 nm wurde nach 3:17 Stunden erreicht mit 20 min Vorsprung vor der X-Day. Zur Rückregatta am Sonntag gelang ein sehr guter Vorwind-Start am Startschiff während sich der Hauptteil des Feldes am pin-end positioniert hatte. Bei schwächeren Winden um 11 kn, teils nur 7 kn und einem drei minütigen Loch mit Dreher unter einer Wolke trug der große Rollgennaker gut. Der im Gegensatz zu letztem Jahr mitgenomme klassische, leichtere Nicht-Roll-Gennaker brauchte gerade noch nicht zum Einsatz kommen. Die Calypso überquerte die Ziellinie wieder als erste Yacht nach 2:49 Stunden mit 11 Minuten Vorsprung vor der X-Day (welche die Wettfahrten nach berechneter Zeit gewann).





